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Hochschulnachrichten quergelesen

Blog

Andauernde Verteuerung von Wohnraum Die FAZ berichtet am 11.04.2017 über eine Studie des IW in Köln, derzufolge die Preisentwicklung für Studentenwohnungen deutlich über der Inflationsrate liege. Die Autoren der Studie führen dies auf die zu niedrige Zahl passender Neubauten zurück.

Digitale Mitschriebe ungünstig Ecudemic berichtet von einer Studie der Michigan State University. Derzufolge würden die digital Mitschreibenden unabhängig von der Motivation schlechtere Testresultate erzielten. Dazu käme die Ablenkung durch die Verlockungen des Internets. Die Autoren führen dies unter anderem darauf zurück, dass durch die schnellere Schreibgeschwindigkeit die Abstraktion beim Mitschreiben auf der Strecke bleibt. Digitales Arbeiten in der Vorlesung gewinne allerdings, sobald Unterrichtsanwendungen zur Einbindungen der Studierenden zum Einsatz kämen.

Selbstverwaltung schiefgegangen Dass die akademische Selbstverwaltung Fallstricke bietet und ein munteres Spielfeld für gruppendynamische Horrorgeschichten ist, ist den mit der Materie Vertrauten wohlbekannt. Ein weiteres Beispiel dafür liefert Emde April der Journalismus-Lehrstuhl der Universität Leipzig. Dort werden wegen angeblich zu großer Qualitätsmängel vorerst keine Studierenden mehr immatrikuliert.

[Quellenangabe]

Universität in Nürnberg Was Erlangen hat, hätte Nürnberg auch gerne: Eine diversere und nachhaltigere Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur durch ortsansässige Studenten. Deswegen möchte laut SZ das bayerische Kabinett bis Juli entscheiden, ob in Nürnberg eine eigene TU in Konkurrenz zur Universität in Erlangen gegründet oder ob ein größerer Teil der Universität Erlangen-Nürnberg nach Nürnberg umziehen oder ein neues Institut geschaffen werden soll.

Junge deutsche Universitäten Weltklasse Deutsche Universitäten sind nicht schlecht – aber in den weltweit anerkannten Rankings doch nur selten in der Spitzengruppe zu finden. Anders nun im „Young University Rankings 2017“ der Times Higher Education. Dort werden die während der letzten 50 Jahre gegründeten Hochschulen verglichen. Auf den Plätzen acht und neun finden sich die Universität Ulm und das KIT, also die Universität Karlsruhe. Herzlichen Glückwunsch! Neben Hochschulen aus Ost- und Südostasien sind darin außerdem drei andere europäische Universitäten vertreten: Die École Polytechnique Fédérale de Lausanne aus der Schweiz, die Universität Maastricht in den Niederlanden und die Scuola Superiore Sant’Anna aus Pisa. Wer also eine Reise mit akademischem Mehrwert plant: Das sind drei sehr ansehnliche Ziele.

Klausuren in der Post verschwunden In Bremen ist die Staatsexamens-Zivilrechtsklausur von 36 Studenten in der Post verlorengegangen. Den Pechvögeln wurde angeboten, die Durchschnittsnote der anderen Teilprüfungen als Examensnote zu erhalten oder aber die Klausur nachzuschreiben, so der Spiegel.  Dass dergleichen nicht zum ersten Mal passiert, belegt das peinliche Ende eines bis 2014 von Armin Laschet an der RWTH Aachen gehaltenen Seminars: Auch hier sind die Klausuren auf dem Postweg verschwunden, die Studierenden hatten erst nach einem Jahr Klarheit über ihre Note.

Ungarns Regierung antiintellektuell Die ungarische Regierung strebt via Gesetz an, die durch George Soros maßgeblich finanzierte Central European University zu schließen. Mit einem Gesetz, dass von ausländischen Universitäten einen Sitz in deren Stammland verlangt, geht Ungarn spezifisch gegen die durch den 1930 in Budapest Geborenen finanzierte Universität vor. Die CEU ist eine der renommiertesten Universitäten Ungarns, was zweifellos Grund dafür war, dass bereits mehrere europäische Regierungen die Bereitschaft gezeigt haben, die Universität aufzunehmen. Die liberale Universität sei ein Dorn im Auge der nationalkonservativen Regierung. Die Pläne der Regierungen führten zu Demonstrationen mit hunderttausenden Teilnehmern, viele internationale Wissenschaftler – darunter 17 Nobelpreisträger – protestierten. Die Zeit berichtet unter dem Titel „Politischer Vandalismus“.

Langzeitstudenten An der Universität Hamburg ist ein Student seit 88 Semestern in Archäologie eingeschrieben. Einer seiner Kommilitonen ist seit 79 Semestern dabei, ein Informatiker seit 76 Semestern. Es wird aus der Bild berichtet.
Studiengebühren Baden-Württemberg führt Gebühren für Internationale Studierende (1.500€ pro Semester) und Studierende im Zweitstudium (600€ im Semester) ein.