Und du so?

Das Erasmus-Programm ist ein Austauschprogramm für Studierende in der Europäischen Union. Es bietet Stipendien und Förderung für Auslandssemester (zwischen 3 und 12 Monaten) sowie Auslandspraktika in den 28 Mitgliedsstaaten der EU und Norwegen, Island, Liechtenstein, Schweiz und der Türkei. Die beliebtesten Erasmus-Destination sind Spanien, Frankreich und Großbritannien. In Würzburg läuft die Bewerbung für ein Erasmus-Semester entweder über das jeweilige Institut oder das International Office.
Welche Erfahrungen hast du mit deinem Erasmus-Semester gemacht?
Robert, Political and Social-Studies, Erasmus-Semester in Warschau, Polen
Ich war vor meinem Erasmusaufenthalt noch nie in Osteuropa und ein nennenswertes Hintergrundwissen hatte ich auch nicht. Süd- und Westeuropa waren für mich persönlich nicht sehr anziehend, weil ich einfach auf anderen Wegen schon oft dort war und Nordeuropa wäre zu teuer gewesen. Sowohl politisch als auch geografisch ist und war Polen sehr interessant für Deutschland und die EU und bot sich damit für mich an, da es für mein Studium Sinn ergeben und für mich persönlich eine neue Erfahrung darstellen würde. Einer meiner besten Freunde hatte zudem im Jahr davor ebenfalls sein Erasmus-Semester in Warschau verbracht und schwärmte von der Stadt, den Angeboten an der Uni und dem Nachtleben. Ein einziges Ereignis, welches besonders heraussticht könnte ich jetzt nicht nennen, aber ich war begeistert von meinen Kursen und konnte an verschiedenen Konferenzen teilnehmen, sodass ich das Gefühl habe, neben dem üblichen Erasmus-Spaß sogar wirklich viel Inhaltliches für mein Studium mitgenommen zu haben. Auch gibt es unglaublich viele Restaurants, Bars und Klubs, in denen man es sich verhältnismäßig wirklich mehr als gut gehen lassen kann.
Magdalena, Jura, Erasmus-Semester in Bergen, Norwegen
Norwegens Landschaft ist unglaublich schön und abwechslungsreich: Von kleinen Inseln vor der zerklüfteten Küste über karge Hochebenen im Landesinneren und grünen Fjordtälern ist alles zu sehen. Außerdem ist die dortige Gesellschaft in vielen Bereichen ein absoluter Vorreiter für andere. Beispielsweise erhält die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen bisher nur in Norwegen so viel Gehalt wie ihre männliche Kollegen. Und man kann dort auf Englisch studieren, was vieles einfacher macht.
Meine Erfahrung war also durchweg positiv. Mit Bergen habe ich eine sehr weltoffene Stadt erwischt, in der es auch nicht so kalt wird und die ich ohne Bedenken weiterempfehlen kann.
Andreas, Psychologie, Erasmus-Semester in Porto, Portugal
An Partnerunis gab es alternativ Umeå in Nordschweden. Sicherlich landschaftlich reizvoll, aber doch im Winter ziemlich frisch und auch nicht gerade sonnig. Schweden ist zudem nichts für den kleinen Geldbeutel. Die Punkte Klima, Größe der Stadt, Kultur und Kosten haben dann den Ausschlag für Porto gegeben. Was mir am besten gefallen hat? Super-Bock für 50 Cent.
Sarah, WiWi, Erasmus-Semester in Pori, Finnland (University of Turku)
Beworben habe ich mich, weil mich Skandinavien schon immer fasziniert hat und die Mentalität der Skandinavier echt interessant finde. Es gibt Erasmusplätze in Norwegen, Schweden und Finnland und letzten Endes habe ich mich aus dem Bauchgefühl heraus für Finnland entschieden – und war mit meiner Entscheidung sehr zufrieden. Ein Erasmussemester bringt ganz viele tolle Eindrücke mit sich, eins der tollsten Erlebnisse war eine Husky-Schlittentour, die wir mitten durch die verschneite Landschaft Lapplands gemacht haben.
Fabian Ballweg