Zum Inhalt springen

Windstille Worte

Blog

Verwitterte Vernunft fürchtet einen Scherbenmund

zerronnene Gedanken glühen in den Kerben

es lauert in der Tiefe ein Frustheer deiner Sprache

Ruheloser Sturm pflückt Federn aus der Luft

Klänge zerbrechen weltverlor’n an Felsklippen

zu uneigentlichem Kitsch

Ohne Sinn wacht die Stirn über ihren weißen Saum

verrät betrügt der Ton bereits

bevor er im Gewühl versinkt?

Rauschende Gewalt wehrt gegen schmucklose Gestalt

Wortperlen treiben tiefer einen Keil

zwischen die eigenlebige Gezeit

Ewig währt der Schwur durch diese Taten

zerbricht in tausend bunte Schimmer

rotten verkommen auf dem Meeresgrund

Windstille Worte

leuchten nicht am Horizont

sagen nicht was sie forttreibt

liegen gestrandet auf der Inselwelt

Sebastian Simpfendoerfer