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Das Sprachrohr bei der Mainpost

Blog

„Wie die Studierendenzeitung noch besser werden kann“ oder so ähnlich könnte man den vergangenen Ausflug des Referats Presse betiteln. Montag, den 21.10.19 war das Sprachrohr-Team zu Gast bei der größten Tageszeitung Würzburgs. Hierbei erlangten wir eine große Fülle an Informationen und hatten somit die Möglichkeit, spannende Eindrücke in die Welt des Journalismus zu erhalten. Wir berichten:

Nachdem sich die Autorinnen und Autoren des Sprachrohrs im Zuge eines Informationsseminars bei der Main-Post vergangenes Semester bereits vereinzelt mit dem Thema Journalismus vertraut machen durften, wurden wir nun im Rahmen eines voll umfänglichen und ganz speziell auf uns ausgerichteten Schnuppertags mit Workshop-Charakter in das Medienhaus der Main-Post eingeladen. Trotz einer groben vorab Planung, waren wir sehr gespannt darauf, was uns im Laufe des Workshops alles begegnen würde. Wir fanden uns um 09:00 Uhr an der Pforte des Hauptgebäudes ein, wo wir sogleich von einem Volontär und seinem älteren Kollegen freundlich empfangen wurden. In einem speziell für uns zur Verfügung gestellten Besprechungsraum, auf dessen Tischen bereits frisches Obst, Kaffee und zahlreiche Erfrischungen für uns bereitstanden, sollten wir in den nächsten Stunden spannende Gespräche und kleinere Projekte mithilfe der beiden Spezialisten durchführen. Man merkte bereits bei der anfänglichen Vorstellungsrunde, dass sich die beiden Redakteure ausgiebig Zeit für uns nehmen wollten. Dabei wirkten die beiden mindestens genauso interessiert an uns, wie wir an ihnen. Die Kombination der beiden Kollegen sollte sich als äußerst profitabel für uns herausstellen. Auf der einen Seite der angehende Volontär Jonas Keck, welcher gerade frisch aus dem Studium in den Beruf einstieg und auf der anderen Seite sein erfahrener Kollege Andreas Jungbauer, welcher nun bereits seit vielen Jahren als Redakteur in Würzburg und Umgebung unterwegs ist. Als ehemaliger Studierender der JMU-Würzburg, hält er auch heute noch Kontakt zu seiner einstigen Universität und ist unter anderem für die Berichterstattung universitärer Themen zuständig.

Nach einer intensiven Fragenrunde gingen wir, neben dem Handwerk und der Arbeitsumgebung eines Journalisten, auch auf das Thema Medium Zeitung an sich ein. Hier entfesselte sich ein umfangreiches Gespräch, welches neben dem Printmedium sowohl Online, Funk und Fernsehen beinhaltete. Durch die Erfahrung einiger ehemaliger Praktikanten tauschten wir uns ausgiebig über die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede in der Welt der Medien aus. Dabei kam es auch zu einer spannenden Betrachtung der Zukunft des Printmediums bzw. der Zeitung an sich und der Frage, wie die Digitalisierung mit dem daraus folgenden Strukturwandel die journalistische Arbeit auch in Zukunft weiter beeinflussen wird. Mit den gängigen Klischees wurde hier Stück für Stück aufgeräumt, wobei die Redakteure sowohl persönliche Informationen, als auch Erfahrungen mit uns teilten.

Das der Journalismus, speziell der Lokaljournalismus eine Zukunft hat, steht außer Frage. Nur wie sich dessen Arbeit durch Digitalisierung und medialen Wandel in Zukunft verändern und schließlich anpassen wird, bleibt eine äußert spannende Sache.

Dass die Lokalzeitung diese Veränderungen genaustens beobachtet und analysiert, wurde spätestens bei der ausführlichen Führung durch das Medienhaus sichtbar. Hier durften wir neben den verschiedenen Redaktionen, wie Sport und Kulturredaktion, auch Bekanntschaft mit der Task-Force des Tagesgeschehens machen, welche als flexible „Einheit“ für aktuelle Ereignisse zuständig ist. Spannend war hier, die Betrachtung der aktuellen Themen und der genaue Blick auf die kommenden Ereignisse. Höhepunkt des Tages war dann schließlich die Teilnahme an einer Redaktionsbesprechung, wo wir mit verschiedensten Redakteurinnen und Redakteuren an einem Tisch sitzen und mit ihnen die Berichte der letzten Wochen noch etwas genauer unter die Lupe nehmen konnten. Doch auch der Rundgang durch die anderen Abteilungen war durchaus interessant. Hier wurde deutlich, wie viele verschiedene berufliche Laufbahnen in den Journalismus führen und schließlich in einem Medienhaus zusammenkommen können. Zurück im Seminarraum hatten die beiden Redakteure dann einige Übungen für uns vorbereitet. Neben handwerklichen Übungen, zum Beispiel dem Schreiben eines Teasers, fanden auch grundsätzliche Problematiken einen Anstoß. So sprachen wir auch spezielle Bereiche wie Themenfindung und Organisation eines Magazins durch. Unsere Redaktionsleiterin Sarah brachte hierfür in Vorbereitung einige ältere Ausgaben des Sprachrohrs mit, um diese dann mit den Fachmännern genaustens zu analysieren. Zum gebührenden Abschluss fanden wir uns dann noch auf Einladung des Betriebs beim gemeinsamen Mittagessen in der hauseigenen Kantine ein, wo wir im geselligen Austausch noch einmal ins Gespräch kommen konnten.  

Abschließend bleibt zu sagen, dass uns hier ein äußerst spannender Einblick in die Welt des Lokaljournalismus gewährt wurde. Neben den praktischen Aufgaben eines Redakteurs, gingen die beiden Kollegen umfangreich auf unsere Fragen und Neugierde ein. Gesondert hervorzuheben gilt vor allem das enorme Engagement aller Beteiligten und der freundliche Umgang untereinander. Außerdem war es schön, dass die Redakteure vollumfänglich auf unsere Arbeit und die von uns mitgesetzten Themenschwerpunkten eingegangen sind. Auch möchten wir uns für die Einladung zum Essen und die vielen weiteren Annehmlichkeiten bedanken. Neben der Möglichkeit, als studierende einen Einblick in den Arbeitsalltag eines später möglichen Berufsfeldes zu erhalten, gilt auch die Kooperationsbereitschaft der Beteiligten als große Chance, neben Wissen und Ratschlägen auch die ein oder andere Nummer auszutauschen. Dieser Workshop bot uns somit die Möglichkeit, die eigene Arbeit und uns selbst weiterzubilden.

Das Sprachrohr möchte sich an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei den beiden Redakteuren Jonas Keck und Andreas Jungbauer, welche uns äußerst engagiert durch den Tag geleitet haben, bedanken. Auch danken wir natürlich den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Main-Post für den freundlichen Empfang. Wir freuen uns bereits jetzt schon auf weitere Kooperationen mit der Main-Post. 

Marcel Dinkel