Die Untertitel unseres Schweigens
Verwirrte Blicke zu unsicherer Miene.
Wieso siehst du nicht, dass ich dir Lügen serviere.
Vielleicht weißt du es auch,
und ich werde getäuscht.
Lass es mich es so sagen:
dann wäre ich gern die Dumme!
Im Falle des Falles,
Summe um Summe,
halten wir den Schein aufrecht,
Stunde um Stunde.
Tag für Tag,
Lässt dich bedienen,
lässt dich umsorgen,
lässt dich einfach mal gehen.
Stellen sie die falschen Fragen,
hilft bloß betteln und flehen.
Im Sitzen, im Liegen,
im Warten, im Stehen.
Es wird sich gefügt,
um dich glücklich zu sehen.
Glücklich – ach was,
nicht trotzig wohl eher.
Verstummt, ihr Stimmen,
macht rein den Flur:
In blassem Gewand,
schreitet der Tapfere näher.
Wasser, man bringe ihm Wasser!
Alter: So weise, so gescheit!
Ego: Sieht bloß ein Kind, dass innerlich weint.
Sie sprechen von Femizid,
von Mordschlag,
von Gewalt.
Du steckst den Ring an den Finger,
für die Liebe, in Ewigkeit.
Und sprichst nichts,
von wegen gescheit.
Wasser, man bringe ihr Wasser,
der erschöpften Gestalt!
Drohen deine Rufe zu scheitern,
bleibst du lästig und laut.
Laut immer lauter,
willst, dass sie nach dir schaut.
Ein Schaudern im Nacken,
die Fäuste geballt.
Vom Scheitel bis zur Sohle,
lassen deine Töne mich kalt.
Aber Alter nicht!
Und das weißt du genau.
Deshalb ziehst du die Fäden,
machst sie schnell zu deiner Frau.
Im Kreislauf des Gebens,
stehst du an letzter Stelle.
Hast du Hände weit auf,
bist gewillt nur zu nehmen.
Nimm diese Worte,
leg sie unter mein Schweigen.
Würde so gerne gehen,
würde so gerne bleiben.