Zum Inhalt springen

Fernweh – ein Gefühl der Unendlichkeit

Blogvon Louisa Christa Patricia Volk

Weißt du was mich fasziniert? Jetzt in diesem Augenblick können wir alles sein. Wir stehen am Anfang. 
Wir können bestimmen, wer wir sind, was wir wollen, wohin wir gehen.
Wir können uns jeden Tag neu erfinden, ohne Verantwortung zu haben. 
Nur uns selbst müssen wir treu sein. 
Wir können sagen. Komm, wir fliegen weg. 
Komm, wir bauen eine Hütte auf Hawaii. 
Komm, wir stürmen einen Gerichtssaal und sagen, dass es gar keine Wahrheit gibt. 
Wir könnten rebellisch sein.
Oder den ganzen Tag daliegen und immer mal wieder aufstehen, um Croissants zu naschen. 
Wir könnten Alles sein. 
Und gleichzeitig Nichts. 
Jetzt sind wir am Lebendigsten. 
Wir sind nur wir selbst. 
Biegsam, gelenkig, energetisch. 
Wir müssen nicht sittsam sein. 
Sittsam ist man mit sechzig. 
Wir müssen nichts. 
Wir müssen nur das, was unser Herz und manchmal unser Kopf uns sagt. 
Wir sind schlagende Venen. Pulsierendes Blut. 
Geselliges Silber. 
Und schweigsames Gold. 
Wir sind sehnsuchtsvoll. 
Manchmal poetisch. 
Liebend. 
Zweifelnd. 
Und immer hoffend. 
Wir sind ein unentwirrbarer Berg aus Gefühlen und Wünschen. 
Und erst wenn dieser Berg nicht mehr da ist,
wenn er von den Gezeiten abgetragen wurde, 
sind wir tot. 
Leblos.