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novemberzwanzigzwanzig

Blogvon Lucia Leonhardt

In der Schwebe stehen
Zwischen
Stetig sitzend situiert sein
In Räumen deren Wände so weiß
Sind wie die Haut der Privilegierten
Da ist noch Platz für Fantasie, Bebilderung
Und
Da kommt noch viel
Vertrauen und Vertagen
Der Sehnsüchte um unbestimmte Zeit
Beizeiten Stunden, lange Tage
Verbringen vier in WG-Küche
Knie angezogen, Hände um wärmende Tassen gelegt
Die der eine für andere kocht
So sitzen sie, schauen aus Fenstern
In goldene Monate
Tauschen Worte, Meinung, Lächeln
Über Pädagogik, Poesie und Politik
Rote-Beete-Risotto
Man spricht von Bio-Supermärkten
Aromatees
Palavern über objektifizierte Frau auf Produktetikett
Eine Stunde Gesang, Unterricht via Zoom
Gedämpft unter Türgebälk durchdringend
Ehrlichstes Entkleiden, Ablegen von Rüstung, Schutz- Scham die Thematik
Spiele-,Filme-, Wahlabend
Bach, Rachmaninow, Chopin
Hin und wieder eine/r im Zimmer
Stunden, Tage lang
Möglicherweise Träger des
Möglicherweise Gefährder
Den man fürsorglich, liebevoll mit Samthandschuhen
Spaziergang durch Allen der gelb, rot getupften
Man erzählt sich, was man vorhat wenn
Diese goldgelbe Welt-
Zukunftszenario, la vie en rose
Zur blauen Stunde kommen Sehnsüchte auf
Da sitzen vier, die haben Großes
Vorstellung ist ein halbvolles Glas
La dolce vita trinken sie für gewöhnlich unbedarft
Liquidies Elixier Lebensfreude, im Supermarkt im Tetrapack käuflich
Schillernde Seifen-Blase, in der man da wartet, Tee trinkt, Zeit liest
Vier, die exklusiv sind, innen übers außen sprechen
Gesellschaft- verqueer, nicht wahr
Im November diesen Jahres
Geliebter November
Wohl unicum actio
Dieses Hinskizzieren von Figuren,
Räumen
Die möglicherweise irgendwann tragende Rollen spielen
Quietschendes Parkett,
Erthalstraße 20, neues Habitat
Augen, die Laubleuchten imitieren
Sich verlierende Lächeln auf Mündern
Beim Gedanken an
Versprechen
Das was la dolce, dieses Leben bringt
Warme Luft durch Balkontür – novemberzwanzigzwanzig