Traumreise
Ich verharre im Augenblick
Stehe still und beobachte,
was vorwärts läuft, was wohl zurück
Will festhalten an dem Moment
Wie du mich festhälst
Versuche es zu begreifen, das Glück
Und ich lasse mich fallen
Das Glück aufgefangen zu werden
Von deiner Hand
Versuche mir klar zu machen
Was gestern noch war und was heute sein mag
Wie schnell ein Mensch mein Leben mit einem mal umkrempeln kann
Wie schnell die Zeiten sich ändern
Und wir auf einmal auf der Karte des anderen wandern
Ich nehme den Moment wahr und mache mir klar
Dass von heute an alles neu wird
Ein neuer Blick auf die Welt
Zeigt mir dieses Bild, welches mein Verstand festhält
Wie leicht könnte das Leben für uns aussehen?
Hör gut zu, dann wirst du verstehen
Du streichst Glück über meine Haut
Und mit jeder Berührung schreit mein Herz nlaut
Nach mehr, mehr von diesem Glück
Du willst es mir nicht sagen, aber dein Blick verrät es
Du willst es nicht sagen, weils vielleicht schon zu spät ist
Zu spät um das Problem aus dem Weg zu räumen
Zu spät um weiter zu träumen
Von einer einfachen Welt
„Es ist schon okay“, will ich dir sagen
„Wir schaffen das, weil wir zusammen alles schaffen.“, und du wirst fragen
„Aber muss ich immer gleich wissen wie?“
Nein, manchmal erfahren wirs nie
Aber die Zeit bringt es zurück
Das von dir auf meiner Haut verteilte Glück
Die Welt drückt von außen, prasselt auf mich ein
Und nurnoch mit dir kann ich in Ruhe sein
Ich will daran festhalten, weil du mir Sicherheit gibst
Du dich auch bei mir in Sicherheit wiegst
Doch hab ich sie vielleicht unterschätzt
Die Last des anderen die man noch trägt
Sobald man das Leben gemeinsam forstsetzt?
Ich soll nicht ertrinken
In der Flut, die eine Beziehung mit sich bringt
Ich soll nicht davon schwinden und mich selbst vergessen
Weil das im Klang des Wortes GEMEINSAM nunmal mitschwingt
Trotzdem schnappe ich nach Luft
Manchmal sehr hektisch
Trotzdem kämpfe ich weiter
Weil dieser Kampf halt so echt ist
Du sagst mit Spannung muss man aushalten
Das gehört nunmal dazu
Aber soll das mir das Herz spalten?
Aus welchem Grund? Wozu?
Du liegst neben mir, doch die Flut hat uns auseinander gespült
Du liegst neben mir, doch ich kann nicht erkennen wie du dich fühlst
„Ich brauch Raum zum atmen.“, sagst du mir ständig
Ich denke mir: „Das weiß ich, ich kenn dich.“
Doch sagen werd ich: „Ich geb dir den Raum den du brauchst.“
Schließ die Augen, komm.
Wir atmen gemeinsam ein und aus
Stell dir vor…
Sonne und Mond klettern ins Mittagsnest
Katz und Maus geben sich die Hand
Mensch und Natur leben friedlich unter einem Himmelszelt
Und irgendwo malt ein Sprayer Parolen an die Wand.
Manchmal wünsche ich mir in einer Welt zu leben
In einer Welt in welcher alles verrückt und doch leicht scheint
Manchmal würde es reichen loszulegen
Loszulegen mit der eigenen Wunschwirklichkeit
Ich träume jede Nacht
Doch erinnere mich nicht immer an den Traum
Ich riskiere ihn zu vergessen, wenn wir uns am Morgen in die Augen schauen
Mein Kopf ist noch nicht ganz geordnet
Mein Verstand ansprechbar und abwesend zu gleich
Verließ mit dem Sonnenstrahl der mich aufweckte
Diese vollkommene, phantasievolle Reich
Ich blicke auf den Tag der mir bevorsteht,
wie er vor mir steht noch unbegonnen
Nach dieser verworrenen Nacht will ich mutig auf ihn zugehen
Am Ende sagen können ich hätte ihn für mich gewonnen
Ich male mir in Gedanken eine Wirklichkeit aus
Zeichne mit der Spitze des Gedankenfadens jedes Detail
Coloriere mit meinen Gefühlen aus der Stimmung heraus
für uns eine Welt in der alles in Ordnung sei
Ich halte mit meinenHänden sanft deinen Kopf
Flüstere dir meine Idee ins Ohr
Du lauschst mir gespannt und lässt dich entführen
In eine Welt die für uns gemacht ist wie keine zuvor
Zuckerfarbene Wärme vorm Haus am See
Und am Ende der Straße
… stehst du und lächelst mir zu
Einmal auf alles scheißen
Urlaub vom Alltag machen
Sich etwas Gutes tun
Um zwei Uhr nachts in die Sterne schauen
Und am nächsten Morgen dir noch mehr vertrauen
Das wünsch ich mir.
Das wünsch ich uns.
Und am Ende der Straße stehst du …
– Und ich renn auf dich zu.
Tabea Schleier