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Was zur Hölle ist NMUN?

Blogvon Mirjam Mähler

Am 12. Juli 2021 bekomme ich einen Anruf. Die Nummer kenne ich nicht. Ich gehe ran. „Hallo hier ist Lea von NMUN. Wenn du Lust hast, hätten wir dich gerne bei der Delegation dabei. Was sagst du dazu?“ Wahrscheinlich waren es nur wenige Sekunden, doch es fühlt sich an als hätte ich eine Ewigkeit gebraucht, um zu antworten. „Was für eine Frage, unfassbar gern!“. Gut gelöst Miri, sehr professionell. Fängt ja schon gut an – denke ich mir. In genau diesem Moment ist mir noch nicht vollkommen bewusst, was vor mir liegt. Bisher habe ich mich nur auf das relativ anspruchsvolle Bewerbungsverfahren konzentriert und weniger damit, was mit einer Zusage einher gehen würde. Kennengelernt habe ich das Projekt durch spannende Geschichten einiger Freunde, die vor zwei Jahren mitgemacht haben. Hinter NMUN steckt jedoch auch ein Haufen Arbeit, dem ich mich im Laufe der nächsten Monate stellen werde. Bevor ich meine Aufregung über die Zusage und die bevorstehenden Ereignisse weiter ausführe, sollte ich vielleicht besser erst erklären, worum es sich handelt. 

NMUN ist ein Akronym für National Model United Nations. Gemeint ist ein Planspiel, in dem man Verhandlungen der Vereinten Nationen simuliert. Dafür wird eine Delegation erstellt, die dann den Standpunkt eines ausgewählten Landes vertreten soll. Die Verhandlungen finden im Rahmen einer Konferenz statt, in der sich die Delegierten unterschiedlicher Länder in verschiedenen Komitees treffen, um über globale Probleme zu diskutieren und Lösungen für diese zu erarbeiten. Ziel einer solchen Konferenz ist das Verfassen einer Resolution, die als Richtlinie für das zukünftige Handeln der beteiligten Länder steht. 

Klingt ganz schön kompliziert, nicht wahr? Dahinter stecken jedoch großartige Erfahrungen und eine Menge Spaß. Man hat die Chance, für ein paar Tage in die Rolle eines/einer Diplomat*in zu tauchen und über Themen zu sprechen, über die man nicht unbedingt mit seinen Freundin in der Lieblingsbar oder der Mitbewohnerin am Frühstückstisch spricht. 

Nun stehen wir hier. Ein kunterbunter Mix aus Studierenden verschiedener Fachrichtungen der Uni Würzburg. Vor uns liegt eine lange Zeit der Vorbereitung bis wir im April zur finalen Konferenz nach New York fliegen. Das wird nicht leicht. Es wird anstrengend. Und es wird bestimmt Tage geben, an dem einen die Motivation etwas verlässt. Ich bin mir jedoch sicher, dass sich der ganze Aufwand definitiv lohnen wird. Ich kann es kaum erwarten, diese Reise anzutreten und freue mich umso mehr, euch dabei mitnehmen zu können. Bleibt gespannt!