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Adaptionsmöglichkeiten an den Klimawandel (IPCC Bericht)

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Eine der größten Bedrohungen unserer Zeit ist die globale Erwärmung. Das  momentane Ziel aufgrund des Übereinkommens von Paris ist eine Begrenzung  des menschengemachten Temperaturanstiegs auf 1,5 °C. Doch selbst bei einer  Erwärmung um diesen Betrag drohen schwere Folgen für die Menschheit. Insbesondere gefährdet sind Küstenregionen, Gebiete, in denen die  Anwohner*innen auf Gletscher und Schmelzwasser angewiesen sind oder  Länder, die aufgrund ihrer besonderen Angewiesenheit auf Ressourcen wie  Wasser besonderen Schutz benötigen.  

Bei einem weiteren Temperaturanstieg sind mit vermehrten Dürren, Fluten,  Hitzewellen sowie Schäden durch den weiteren Anstieg des Meeresspiegels zu  rechnen. Auch die Produktion von Lebensmitteln, der Zugang zu Trinkwasser,  die Infrastruktur und die Biodiversität erfahren Bedrohung durch den  Klimawandel. Der 4 Sachstandbericht des IPCC (Intergovernmental Panel on  Climate Change) setzt sich mit den verschiedenen Möglichkeiten der Adaption  an die Klimaerwärmung und deren Effektivität auseinander.  

Was ist Adaption? 

Maßnahmen zum Klimaschutz (=Mitigation) bemühen sich darum, die  Erderwärmung möglichst aufzuhalten. Der Ansatz der Adaption (=Anpassung)  hingegen versucht, die bereits eingetretenen oder zu erwartenden Folgen des  Klimawandels auf die Menschen zu bewältigen und Risiken zu mindern.  

Eine Anpassung an den Klimawandel ist von den Regionen und Umständen  abhängig, weswegen Lösungen stets lokal ansetzen sollten. 

Zunächst ist für eine erfolgreiche Adaption erforderlich, sogenannte vulnerable  Gebiete zu identifizieren. Ein Gebiet ist vulnerabel, wenn es für nachteilige  Folgen des Klimawandels anfällig und nicht in der Lage ist, diese zu bewältigen.  Dies sind insbesondere Orte, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind sowie  Küsten oder kleine Inseln, die durch den weiter ansteigenden Meeresspiegel  Überflutungen erwarten müssen. Dort sind die Verwundbarkeit von  Ökosystemen und Menschen voneinander abhängig.  

Welche Möglichkeiten der Adaption gibt es? 

Zur Anpassung an die drohende Lebensmittelknappheit ist einerseits eine  Bewässerung der Gebiete zum Nahrungsanbau notwendig, um Dürren  entgegenzuwirken. Nach der Europäischen Umweltagentur macht die  Landwirtschaft rund ein Drittel des gesamten Wasserverbrauchs in Europa aus. 

Demnach muss gerade dort auf effizientes Wassermanagement geachtet  werden. Wichtig ist dafür die Auswahl der Anbaupflanzen, die möglichst wenig  wasserintensiv sein sollten. Auch kann der gewählte Zeitpunkt des Anbaus den  Bedarf an zusätzlicher Bewässerung verringern. In Zukunft wird weiterhin die  künstliche Bestäubung von Pflanzen eine immer wichtigere notwendige  Anpassung, ebenso wie effektive Schädlingsbekämpfung zum Schutz der Ernte.  Erforderlich ist darüber hinaus eine möglichst nachhaltige Fischerei und  Aquakultur, die darauf achtet, die Fischbestände zu halten und diese nicht in  ihrer Reproduktionsfähigkeit einzuschränken. 

Für die Anpassung an die Risiken der Küstengebiete helfen  

Frühwarnungssysteme, rechtzeitig vor Überschwemmungen oder Tsunamis  Evakuierungen zu ermöglichen. Auch ist das Anlegen von Deichen zur  Abwendung von Hochwasserschäden wichtiger Bestandteil der Adaption.  Darüber hinaus schützen Dünen das Land vor Erosionen, Überschwemmungen  und Sturmfluten und bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Diese müssen im Rahmen der Adaption restauriert und erhalten werden, beispielsweise durch entsprechende Raumplanung (Naturschutzgebiete etc.). Eine solche  Raumplanung ist auch notwendig zur Wasserspeicherung durch Moorwiedervernässungen und die Wiederherstellung von Flüssen. 

Wichtig ist nach dem IPCC auch der Schutz vor drohenden Bodenerosionen. Dies kann insbesondere durch Aufforstung gewährleistet werden. Das Pflanzen  von Bäumen sorgt zusätzlich für den Erhalt der Biodiversität in Wäldern und  damit für stabilere Ökosysteme. In solchen sind die Bäume weniger anfällig für  Schädlinge und Wetterextreme. Auch wird das lokale Klima zusätzlich durch die Bindung von CO2 in O2 geschützt.  

Der IPCC kommt zu dem Schluss, dass die negativen Folgen des Klimawandels wie Hitze, Stürme, Starkregen, Hochwasser, Lawinenabgänge oder Erdrutsche  weder durch Anpassung noch Klimaschutz allein aufzuhalten sein werden. Um dennoch den Schaden für die Menschheit zu begrenzen, ist die Adaption in  Zukunft unverzichtbar. 

                            Fabienne Busboom

Quellen: 

http://www.ipcc.ch/report/ar6/wg2/downloads/report/IPCC_AR6_WGII_FinalDraft_FullReport.pdf 

http://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/fischerei/nachhaltige-fischerei http://www.eea.europa.eu/de/articles/europa2019s-wasser-effiziente-nutzung-ist