Fotoreihe Druck, Zwang, Barrieren






Manchmal will ich, dass ein Bild funktioniert. Ich schaue es mir dann eine Weile an und weigere mich, es zu löschen, wenn es das nicht tut. Die Welt ist voll von schlechten Bildern und ich will mich an der Produktion weiterer nicht beteiligen. Unsere Aufmerksamkeit ist begrenzt, der Speicherplatz nicht.
Ich glaube die Aufgabe eines Fotografen heute ist die eines Wahrnehmungsfilters. Ich nehme wahr, fotografiere es, sortiere es, beschneide es, korrigiere es, lösche es … Das, was übrig bleibt lade ich hoch. Es kümmert mich nicht, ob es sich jemand ansieht. Nein, das ist gelogen. Ich freue mich, wenn sich jemand interessiert.
Ich will Anerkennung – muss sie wollen – und wenn sie mir jemand gibt, dann denke ich mir “klar sind die Sachen gut”, sonst hätte ich sie dir ja nicht gezeigt. Sie sind gut für mich.
Vladislav O. Shenker
@vlad_o_sh