”My body, my choice!”

Donald Trump – der neue Präsident der USA. Das steht nach den Präsidentschaftswahlen in den USA fest. Die Debatte um Trump und seine Konkurrentin Kamala Harris war ein heiß diskutiertes Thema der letzten Wochen.
Der Schock sitzt tief. ‘‘For the second time in eight years, no female president.‘‘, schreibt die Washington Post auf Instagram. Zahlreiche User kritisieren das Ergebnis der Wahl auf verschiedenen Social Media Plattformen.. Die Amerikaner*innen sollen einen Sexualstraftäter einer weiblichen Präsidentin vorziehen.
Welche Folgen hat der Sieg Trumps für Frauenrechte?
Viele Feminist*innen befürchten einen Rückgang im Kampf um die Gleichberechtigung. Ein wichtiges Thema dabei, ist vor allem die Diskussion um Schwangerschaftsabbrüche. 2022 hatte der oberste Gerichtshof unter der Präsidentschaft Donald Trumps das Recht auf Abtreibung abgeschafft und die Regelung dessen den einzelnen Bundesstaaten überlassen. In Texas beispielsweise gelten jegliche Schwangerschaftsabbrüche, selbst bei Missbrauchsopfern als illegal. Trumps Anhänger sollen zudem das völlige Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen verfolgen. Sein Vice-Präsident J.D. Vance appellierte unter anderem an die traditionelle Rolle einer Frau als Mutter. Feminist*innen kontern mit dem Slogan ‘‘My body, my choice’’.
Auch online äußern sich Trump Anhänger mit frauenfeindlichen Bemerkungen. Ein Extrem-Beispiel ist der rechtsradikale Influencer Nick Fuentes, der neben rassistischen und homophoben Aussagen auch das weibliche Geschlecht beleidigt. In einem viralen Video provoziert er mit Aussagen darüber, dass niemals eine Frau Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten werden würde. Den ursprünglich in feministischen Kreisen verwendeter Slogan ‘‘My body, my choice‘‘ verdreht Fuentes zu ‘‘Your body, my choice’‘ und löst damit eine weltweite Hasswelle aus. Das Entsetzen auf diese radikale Art und Weise der Verbreitung von Frauenfeindlichkeit ist groß. Die soziale Plattform Tiktok wird seitdem von Beiträgen, die auf den Slogan des Trump-Anhängers reagieren, überflutet. Dabei kursieren sogar Gerüchte über Brandstiftung am Haus des Influencers.

Und was bedeutet das für die Zukunft der Frauen?
In einer Zeit, in der die Emanzipation der Frau als mittlerweile fest verankert scheint, wirken derartig rabiate Äußerungen völlig absurd. Ein Rückfall in konservative Politiken könnte auch ein Rückgang für die Fortschritte der Frauenrechtsbewegungen bedeuten und Frauen in vielerlei Hinsicht ihrer Selbstbestimmung berauben. Doch die Hoffnung auf die Gleichberechtigung der Frau als fester Bestandteil der Menschenrechte bleibt bestehen. Tausende Menschen demonstrierten bereits für die Frauenrechte in den USA. Der feministische Aktivismus steigt. Auch die aus Südkorea stammende 4B-Bewegung erreicht zunehmend Befürworter*innen. Demnach sollen Männer fast gänzlich aus dem alltäglichen Leben ausgeschlossen werden. Der Grundsatz ist keine Heirat, keine Kinder, kein Dating und kein Sex mit Männern. Was die Zukunft bringt, bleibt abzuwarten. Fest steht in jedem Fall: Frauen kämpfen bereits seit Jahrzehnten um ihre Rechte und werden dies auch weiterhin tun!
Quellen:
- https://www.instagram.com/p/DCB9NGDuo6S/?utm_source=ig_embed&ig_rid=83f29d8c-a87d-4a7a-bbd5-540eaa86725d
- https://www.tagesschau.de/ausland/uswahl/frauenrechte-trump-100.html
- https://edition.cnn.com/2024/11/09/us/4b-movement-trump-south-korea-wellness-cec/index.html
- https://www.elle.de/female-empowerment-donald-trump-frauenrechte