Ein Tag im Leben eines/einer Pharmaziestudierenden

7:25 Uhr – Während die WG-Mitbewohner friedlich ihren Rausch der letzten Partynacht ausschlummern, wird auf leisen Sohlen in den rauen Morgen getapst. Schließlich beginnt um 8:15 Uhr die Medizinische-Chemie Vorlesung, in der fleißig Wirkstoffe gezeichnet werden. Wer beim nächsten Familientreffen klugscheißerisch über die Chemie eines Arzneistoffs im Körper philosophieren will, sollte sich das nicht entgehen lassen. Hoch motiviert und mit viel Koffein im Blut stehen dann noch weitere vier Stunden Vorlesungen an – von Biologie über Technologie bis hin zu Pharmakologie fehlt es an nichts. Schließlich besteht der Sinn dieses Studiums ja darin, niemanden umzubringen und im Idealfall auch ein bisschen mehr über Medikamente zu wissen.
Dann geht es schnell in die Mensa, denn ohne Mampf kein Kampf. Mit Kampf ist meist das Labor gemeint, zumindest für die Glücklichen (oder auch Leidenden), welche die Antrittsklausur bestanden haben. Bevor der Analysenspaß beginnt, muss sich jedoch zunächst noch den prüfenden Blicken der Assistenten unterzogen und bewiesen werden, dass man auch einen Plan hat von den Drogen und Chemikalien, mit denen gearbeitet wird (noch ein größerer Brand im Labor würde wohl nicht so gut ankommen…). Ist das Kolloquium bestanden, ist Teamwork gefragt. Denn nur wer mit seinen Leidensgenossen zusammenarbeitet, kann – nach dem ein oder anderen Schweißausbruch – im Idealfall am Ende des Tages zitternd das Ergebnis seiner Analyse in das berühmt-berüchtigte grüne Heft eingetragen.
Nun heißt es beten, denn nur wer das Labor besteht, darf die Abschlussklausur mitschreiben… meistens macht sich das gute Zureden an die Laborgeräteglücklicherweise bezahlbar und man darf mit einem coolen Sticker im Heft das Labor um 18 Uhr verlassen. Doch wer denkt, der Tag ist schon vorbei, der sei beruhigt, denn nach dem Labor ist vor dem Labor… Aber am Ende lohnt es sich! (Hoffentlich)
Weitere Informationen zur Fachschaftsinitiative Biologie findet ihr auf Insta [@pharma_wue].