Ein Tag im Leben eines/einer Geographiestudierenden

Dienstag, 7:30 Uhr – der Wecker klingelt.
Siedlungsgeographie, die einzige Vorlesung, die schon um 8:15 Uhr beginnt. Die Geos erleben geradezu wahren Luxus: Alle anderen Einführungsveranstaltungen starten erst um 10:15 Uhr, und eigentlich hat auch am Freitag niemand Uni.
Im Hörsaal angekommen – mit vielleicht doch der ein oder anderen Verspätung – wird erst einmal unser Urban Trail besprochen. Dort erarbeiten wir jede Woche selbstständig kleine Abgaben zu stadtplanerischen Fragen wie: An welchen Orten fühlen wir uns in Würzburg unsicher? Was kann man daran ändern? Welche Orte sehen wir als Abwertung bzw. Aufwertung in unserem Viertel?
Na ja, jedenfalls ist doch jedem klar, was unser aller Lieblingsort in Würzburg ist: die Mensa. Da geht’s jetzt auch hin.
Aber oh nein es regnet! – Ein Satz, den kein:e Geograph*in jemals sagen würde.
Der Regen ist doch super, um die in der Geomorphologie erlernten fluvialen Prozesse in der Praxis zu beobachten: Oberflächenabfluss – Hangwasserabfluss – Grundwasserabfluss. Auch wieder was gelernt.
Mit der Mate in der Hand dann schnell mal ein paar Gesteine aufschmelzen. Analyse von Geomaterialien – das ist das, was sich wahrscheinlich jeder Laie unter einem ,,GeOloGiE”studium vorstellt. Passend dazu die Vorlesung Endogene Dynamik, in der spannende Kindheitsfragen endlich geklärt werden:
Wie entsteht ein Vulkan?
Wieso gibt es Kristalle, und warum glitzern manche Steine mehr als andere?
Wie alt ist die Erde? Können wir das so genau sagen?
Nach dem ganzen Input erst mal kurz ausruhen im Steinklotz, aka dem Geogebäude. Dort haben wir unser Fachschaftszimmer, das sich perfekt für einen kurzen Nap zwischendurch eignet – oder für gegenseitiges aufhypen auf die nächste Exkursion. Denn jede:r Geo ist ganz unterschwellig auch einfach eine Person, die gerne reist. Toll, dass das durch unsere Geländearbeiten und Exkursionen quasi direkt im Modulplan miteingerechnet wird.
16:00 Uhr: Fernerkundungstutorium.
Von manchen als langweilig empfunden, von anderen die PASSION.
Definition (Achtung: klausurrelevant): Ermittlung von Informationen über entfernte Objekte, ohne mit diesen in Kontakt zu kommen.
Konkret: Satelliten- oder Drohnendaten auswerten und damit Aussagen über beispielsweise die Vitalität deutscher Wälder treffen. -> schon cool
Und dann ist es auch schon 18:00 Uhr, und du hast dir ja noch gar nicht den Kopf darüber zerbrochen, ob du dich jetzt auf physische Geographie oder Humangeographie spezialisieren sollst. Am besten die Entscheidung vertagen und den Abend mit ein bisschen GeoGuessr und Flaggenquiz ausklingen lassen.
Wir sind ja schließlich Geos 😉
Weitere Informationen zur Fachschaft Geographie findest du auf Instagram [@geographie_uniwue].