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Die Landesgartenschau ist eröffnet!

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Inzwischen haben sicherlich schon einige von euch einen Blick auf das Gelände der Landesgartenschau geworfen, sind über das Gelände geschlendert und haben vielleicht auch schon die ein oder andere Veranstaltung besucht. Für alle anderen, die bisher noch nicht dazu gekommen sind, kommen hier einige Impressionen vom Eröffnungswochenende.

Am leider sehr verregneten Freitag, einen Tag nach der Eröffnung der Landesgartenschau, mache ich mich auf den Weg zum Eingang an den Wissensgärten mit der neu eingerichteten Buslinie 29. An der Haltestelle LGS Süd steige ich aus und sofort fallen einem die bunten Fahnen auf, die überall rund um den Eingang zum Gelände aufgestellt wurden. Ich laufe zum Kassenhäuschen und halte kurze Zeit später meine Dauerkarte in der Hand, nachdem direkt vor Ort ein Foto gemacht wurde.

Los geht es dann mit einem kleinen Rundgang durch die Wissensgärten, die zur „Denkfabrik“ Würzburg gehören. Einiges blüht hier auch schon und Infotafeln erklären viel interessantes Wissen kurz und prägnant. Daneben sind auch viele Infostände und eine Outdoorküche auf dem Gelände vorhanden, die leider bei dem schlechten Wetter nicht besetzt war. Es lässt aber schon erahnen, was dort für Aktionen in den nächsten Wochen und Monaten verwirklicht werden. Hier bei den Wissensgärten hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) seinen Stand, der sich mit der Artenvielfalt beschäftigt. Im Garten der Muße kann man sich gemütlich hinsetzen und seinen Blick schweifen lassen, oder eben auch ein bisschen selber gärtnerisch tätig werden. Meine kleine Runde führt mich als nächstes durch den Marsgarten, der einen Blick nach vorne wirft und mit vielen Informationen zum Thema „Insekten als Nahrung der Zukunft“ aufwartet, die Rolle von 3D-Druckern bei der Ernährung beäugt und die Idee hinter der „Marsfarm“ erläutert.

Nach dem Gang durch die Wissensgärten laufe ich am Flying Circus vorbei und mache mich auf in Richtung der Generationengärten, entlang der noch ziemlich kargen Vegetation, die hauptsächlich aus einzelnen Beeten mit Osterglocken besteht, aber sicherlich im Laufe der gesamten Veranstaltungszeit ein breites Spektrum an Pflanzen abdecken wird.

Am Alten Park angekommen drehe ich eine Runde auf dem Weg und probiere einige der aufgestellten Geräte des Fitnessparkours aus und entspanne anschließend in einer der aufgehängten Hängematten und beobachte die Umgebung. Viele kleine Blümchen blühen auf den Wiesen im alten Park, es stehen auch noch einige Sitzsäcke und Stühle hier herum, auf denen man zur Ruhe kommen und kurz die Füße entlasten kann. Dieser Teil des Geländes gefällt mir besonders gut, aber nach einiger Zeit mache ich mich dann doch wieder auf, um auch den Rest des Geländes wenigstens mal kurz angeschaut zu haben.

Da es nun doch wieder anfängt zu regnen bin ich ganz froh hier nun in einer Ecke gelandet zu sein, in der es einige Gebäude mit interessanten Ausstellungen zu betrachten gibt. Das Gründerzentrum ist zwar noch eine Baustelle, genauso wie der Flugplatz-Tower, aber die anderen Gebäude können gut als Unterschlupf bei einem Regenschauer genutzt werden. Im American Diner ist eine Ausstellung mit vielen Videos, Infotafeln und Ausstellungsstücken zur Fliegerschule, dem amerikanischen Campus und vielen weiteren Themen im Bezug auf die Amerikaner in den Leighton Barracks. Als nächstes stelle ich mich im Lab 13 unter, wo es Beiträge und Ausstellungen der Uni, FHWS, HfM und UKW zu verschiedensten Themen gibt. So kann man hier beispielsweise im Virtual Reality Labor Bäume und Rosen schneiden oder im Nachbarraum etwas über die Röntgenmikroskopie erfahren. Vor allem das Überthema der Vernetzung wurde hier sehr schön bei der Raumgestaltung zur Geltung gebracht, da die Räume mit netzartig gespannten Schnüren miteinander verbunden sind.

Da der Regen inzwischen wieder nachgelassen hat, drehe ich schnell eine kurze Runde in den Terrassengärten, welche sicherlich ein Paradies für Familien mit Kindern werden. Dort besteht ein großer Teil des Geländes aus einer Spielewelt, auf der sich die Kinder völlig austoben können, sei es durch klettern, rutschen oder auf der Suche nach Muscheln. Die Gartenoase, etwas weiter hinten, sieht auch sehr schön aus und wirkt sehr beruhigend und entspannend, zumal ich, dank des schlechten Wetters, quasi alleine hier entlangschlendere. Über das Gelände der Zukunftsgärten, die man sich unbedingt angeschaut haben sollte, beende ich meine kleine Runde in diesem Bereich des Geländes und mache mich auf in Richtung Blumenhalle.

Als nächstes geht es also in den Gebäudekomplex mit der Library und der Blumenhalle. Betritt man das Gebäude durch den Eingang der Library findet man sich in einem großen Raum wieder, der auf einer Seite durch eine große Glasfensterfront lichtdurchflutet ist. Auf der gegenüberliegenden Wand kann man sich viele Fotografien ab dem Jahr 1912 anschauen, mit jeweils kurzen erklärenden Sätzen zu den abgebildeten Fotos, zur Flugschule und dem Gelände. Ansonsten gibt es auch hier viele Sitzmöglichkeiten und eine Theke mit Snacks und Getränken für den kleinen Hunger. Gestärkt gehe ich weiter in die Blumenhalle. Zuerst bin ich etwas irritiert von dem großen weißen Raum und der Aufteilung, aber je länger ich mich in der Blumenhalle aufhalte, desto besser gefällt sie mir. Mit Abständen von ein paar Metern sind große Gerüste aufgestellt, auf denen die Pflanzen drapiert wurden und um die sie sich auch rumwinden und hochziehen. Ein Quadrat aus Gras, auf dem einige bepflanzte Blumentöpfe stehen und in der Mitte eine Art Heißluftballon auf gasgefüllten Luftballons, gefällt mir richtig gut. In der Mitte der Halle wurden Wände hochgezogen, die nochmal einen Raum abgrenzen, in dem ebenfalls ein solch bepflanztes Gerüst aufgestellt wurde. An den Wänden befindet sich eine vertikale Begrünung mit vielen verschiedenen Farnarten. Auf der anderen Seite der Halle beeindrucken mich vor allem eine grüne Treppe und ein Konstrukt aus aufgehängten Reagenzgläsern in denen Tulpen stecken und mit gebastelten Schmetterlingen in der Halle schweben.

Nun mache ich mich auf zu den Gärten am Belvedere entlang an den ganzen neu gebauten Wohnblocks linker Hand und vielen angelegten kleinen Blumenbeeten vor dem östlichen Wiesenpark rechter Hand, die auch jetzt schon in den verschiedensten bunten Farben blühen. Auf den vielen verschlungen Wegen entlang der ganzen kleinen Pavillons des Gartenmarktes gelange ich zum Ein- und Ausgang Belvedere und steige auf die Aussichtsplattform. Von dieser erhält man einen wirklich großartigen Blick über den gesamten östlichen Wiesenpark, den Gärten am Belvedere und das Aktivband, entlang dessen verschiedene sportliche Aktivitäten ausgeübt werden können. So gehe ich dann auch entlang des Aktivbandes wieder zurück in Richtung Wissensgärten, vorbei an zwei Basketballfeldern, einem Feld für Slagliner, Trampolinen, einem kleinen Fußballfeld und Tischtennisplatten. Hier kann man sich dann also in Zukunft wirklich gut austoben. Erschrocken haben mich dabei aber einige Skulpturen beziehungsweise Figuren lebensgroßer Menschen, die auf der langen Sitzbank entlang des gesamten Wiesenparks platziert worden sind und im Augenwinkel wirklich sehr echt aussehen.

So komme ich dann nach meiner großen Runde einmal über das gesamte Landesgartenschaugelände wieder im Bereich der Wissensgärten an, setze mich kurz an den Rand des großen Wasserbeckens und schlendere anschließend über den Kreativmarkt mit seinen vielen Ständen zum Ausgang.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Landesgartenschau sicherlich mindestens einen, aber eher mehr, Besuche wert ist! Das Gelände ist sehr schön gestaltet und durch die im zwei-Wochen-Takt wechselnden Themen wird es auch sicherlich nie langweilig werden. Zudem gibt es etliche Veranstaltungen, wie Konzerte, Open Air Kino und Co., die man alle in der Programmzeitung entdecken und raussuchen kann. Und nun wünsche ich euch allen viel Spaß dabei die Landesgartenschau selber zu erkunden!

Selma Metzler