Blüh auf!
Die Grabenschlucht dort dunkel spottet,
Vergibt sie Ort zum Sterben,
Wo träumend Leben jung verrottet,
Den tödlich Schicksals holde Erben,
welch‘ Hoffnungsrufe im Moos verderben!
Im Leichengrab wie zeternd geschält,
Mein Selbst, ist’s am Zerspringen?
Des Nymphs Gebot mich einsam quält,
Ins Düster mich die Bürden zwingen,
Wo Lungen zweifelnd nach Atem ringen.
Da weht hell ein flüsternd Hauch ins Herz,
Betet, und bricht das Leiden,
Lindert heimlich unheilbaren Schmerz,
Lässt mich auf grüner Wiese weiden,
Welch‘ Schönheitsdüfte Anmut bekleiden!
Gefühlt als wär ich still begraben,
Doch in Weitsicht tief gepflanzt,
Im Anfang liegt ein Ende begraben,
Wie die Sonnenblume, die lächelnd,
Neu, lebensfroh, obschon vergänglich tanzt.
A.P. Kingh