„Spicy Geography” – Der Geo-Podcast aus Würzburg
Im Geographischen Institut der Universität Würzburg soll ein neuer Podcast entstehen, dessen Programm sich nicht nur an den fachspezifischen Interessen von Geographie-Studierenden orientiert, sondern sich an alle richtet, die an aktuellen weltpolitischen und gesellschaftlichen Themen interessiert sind. Für das Sprachrohr haben mir die beiden, mit der Konzeption und Durchführung des Podcast betrauten Studierenden, einen Einblick in die Entstehung des Projekts, aber auch die Themenschwerpunkte und Herausforderungen, die im Rahmen eines solchen Vorhabens entstehen, gegeben.
Sprachrohr: Vielleicht könnt ihr euch ja zu Beginn einmal kurz vorstellen, damit die Leser*innen eine Vorstellung von den beteiligten Personen an diesem Projekt haben.

Jonathan: Also ich bin Jonathan und studiere Geographie im Ein-Fach-Bachelor mit Schwerpunkt auf Humangeographie. Besonders interessieren mich hierbei Themen der Politischen Geographie und Kulturgeographie.
Florian: Mein Name ist Florian, ich studiere ebenfalls Geographie mit 180 ECTS und mein Schwerpunkt liegt eher in der Physischen Geographie sowie der Fernerkundung. Mich interessiert vor allem die Biogeographie und Geoökologie.
Jonathan: Neben uns beiden konzeptionellen Mitarbeitern gibt es jedoch auch noch Personen, die eher im Hintergrund an der Entstehung dieses Podcast beteiligt waren und sind.
Sprachrohr: Inwiefern?
Jonathan: Herr Professor Rauh und Frau Professor Hahn hatten nicht genutzte finanzielle Mittel, die ihren jeweiligen Lehrstühlen zustanden, ihren Mitarbeitern Dr. Marcus Werner und Nils Karges zur Verfügung gestellt. Dies geschah primär mit dem Gedanken, dass Dozierende einfachen Zugang zu hochwertigen audio-visuellen Aufnahmegeräten, Greenscreens etc. erhalten, um Online-Seminare, aber auch Vorträge abhalten zu können. Herr Werner und Herr Karges hatten dann die Idee, dass dieses Studio auch weitergehend genutzt werden könnte. Und so entstand dann die Idee eines Podcast, für den auch zwei studentische Hilfskräfte eingestellt werden konnten. So kamen wir zu dem Projekt.
Sprachrohr: Ich nehme an, dass ihr beide dann bereits viel Planung in den Podcast gesteckt habt?
Florian: Ja, die konzeptionelle Ausarbeitung des Podcast liegt komplett bei uns. Da die beiden Stellen für den Podcast vorerst bis Ende März befristet sind, haben wir versucht, ein Konzept zu erstellen, das auch von potenziellen Nachfolger*innen übernommen werden und ihnen bei der Ausgestaltung der einzelnen Folgen helfen kann. Da wir nicht so viel Vorerfahrung in diesem Bereich hatten, haben wir mit den absoluten Basics angefangen. Wir haben uns zuerst mit den Grundlagen des Podcast-Journalismus und den damit einhergehenden moralischen und ethischen Grundsätzen, die wir beachten wollen, auseinandergesetzt. Außerdem haben wir uns mit den verschiedenen Darstellungsformen eines Podcast sowie technischen Details beschäftigt.
Sprachrohr: Wie sollen eure Folgen denn konzeptionell gestaltet sein?
Jonathan: Im Prinzip wird unser Podcast auf dem Zusammenspiel drei verschiedener Akteursgruppen basieren, Vertreter*innen des Instituts, Studierenden und uns Moderatoren. Wir möchten sowohl Projekte und Forschungsarbeiten von Forschenden des Instituts vorstellen als auch Berichten zu Exkursionen und anderen studentischen Themen Raum geben. Dies soll dann auch über Interviews stattfinden. Wir freuen uns bereits jetzt auf Gäste, die unsere Folgen bereichern.
Florian: Bei den Gästen muss es sich natürlich nicht zwingend um Forschende und Studierende des Geographischen Instituts handeln, aber der thematische Bezug zur Geographie und auch zu Themen wie beispielsweise Wissenschaftskommunikation sollte schon gegeben sein. Zusätzlich wird es immer wieder Einspieler in Form von Literaturempfehlungen und Musik aus unserem Würzburger Umfeld geben. Der Podcast soll also auch ein Kunstprodukt sein. Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt.
Sprachrohr: Welche konkreten Themen könntet ihr euch demnach für eure ersten Folgen vorstellen?
Florian: Wenn dieser Artikel erscheint, sind unsere ersten Folgen hoffentlich bereits zu hören. In der ersten Folge wollen wir vor allem klären, wie es zu dem Namen „Spicy Geography“ kam. Spoiler: Die Gewürze im Küchenschrank sind nur der Aufhänger für den Hintergrund der Namensfindung. Außerdem haben wir schon eine Folge zum Thema Kartographie aufgenommen, in der vor allem die historische Entwicklung von Darstellungen der Erde behandelt wird. Natürlich werden wir uns aber auch mit Themen wie dem menschgemachten Klimawandel auseinandersetzen.
Jonathan: Wir freuen uns auch bereits jetzt auf Input und Anregungen seitens unserer Hörerschaft. Wir haben zwar den Grundstein für diesen Podcast gelegt, aber im Idealfall beteiligen sich immer wieder neue Personen, die das Projekt mit derselben Leidenschaft wie wir umsetzen wollen und gute Ideen haben, daran.
Florian: Wir hoffen, unsere Hörerschaft weist eine gute Fehlerkultur auf (lacht). Wir setzen natürlich alles nach bestem Wissen und Gewissen um, aber freuen uns über konstruktives Feedback und neue Inspirationen.
Der Podcast „Spicy Geography“ des Instituts für Geographie und Geologie soll künftig etwa zweimal im Monat veröffentlicht werden und kann über Spotify abgerufen werden. Außerdem wird jede Folge transkribiert werden, um den Podcast möglichst barrierearm anzubieten und darüber hinaus einen einfachen Faktencheck zu ermöglichen. Auf dem Instagram-Account „spicygeography_podcast“ findet ihr weitere Informationen zu den einzelnen Folgen.