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Umfrage: Die JMU im Digitalcheck

Blogvon Nele Jahrsdörfer

Ob Lernen, Shopping oder Dating – die Digitalisierung prägt längst unseren Alltag. Kaum ein Lebensbereich kommt noch ohne Apps und digitale Geräte aus. Alles ist schneller, praktischer, vernetzter. Doch wie sieht das bei uns Studierenden aus – einer Generation, die mit Smartphones groß geworden ist und für die spätestens seit der Corona-Pandemie Zoom-Meetings längst selbstverständlich sind?

Digitale Tools sind im Studium nicht mehr wegzudenken. Skripte, Online-Bibliotheken, Moodle & Co. erleichtern vieles. Von der schnellen Recherche bis zum flexiblen Lernen sind sie hilfreich. Digital ist vor allem eines: effizient! Wie viel Raum bleibt überhaupt noch für das Analoge, oder ist der Uni-Alltag fast vollständig digitalisiert? Um das herauszufinden, haben wir euch gefragt.

Rund 100 Studierende haben bei unserer Umfrage abgestimmt, mit klaren Favoriten, aber auch einigen Überraschungen. Zwischen WhatsApp und Anruf, Tablet und Notizblock, Handy und Kamera zeigt sich: Wir leben digital, aber nicht ohne analoge Rettungsinseln.

Ergebnisse der Umfrage

Bevor ihr die Ergebnisse der Umfrage lest, noch ein kleiner Hinweis: Die Ergebnisse dieser Umfrage basieren auf einer Stichprobe und sind daher nicht repräsentativ für die gesamte Studierendenschaft, sondern dienen lediglich als Orientierung. Und nun: Herzlich Willkommen im Alltag der JMU-Studierenden.

Fotos: Handy statt Kamera

Keine Überraschung: 102 von euch knipsen mit dem Smartphone, nur 7 greifen noch zur Kamera. Möglicherweise, weil das Handy einfach immer dabei ist und weil Selfies mit der Kamera eh unpraktisch wären.

Lesen: PDFs überholen Bücher

Beim Lernen und Lesen liegen die digitalen PDFs mit 60 % vor den gedruckten Büchern mit 40 %. Ein klarer Trend zum Digitalen – aber kein Sieg. Das gedruckte Buch bleibt. Womöglich, weil es weniger in den Augen flimmert oder weil es sich einfach besser anfühlt.

Freunde treffen bleibt analog

Hier gibt es keine Diskussion: 98 % von euch treffen sich lieber in echt, nur 2 % setzen auf Anruf oder Video-Call. Freundschaften leben eben vom Analogen. Gut zu wissen, dass Pizzaabende und WG-Küchen also noch nicht durch Zoom ersetzt wurden.

Kommunikation: Nachrichten vor Anruf

Wenn es um wichtige Mitteilungen geht, wählen 46 % den Chat, 30 % greifen zum Telefon, 24 % sprechen direkt face-to-face. Darauf könnte man ableiten: Die Generation Z tippt lieber, als sie spricht?

Und trotzdem: Ganz verschwunden ist das Papier nicht. Vielleicht, weil handschriftliche Notizen besser hängen bleiben. Oder weil es manchmal einfach schneller geht.

Mitschriften: Tablet statt Notizblock

Die Antwort fällt deutlich aus: 83 % von euch tippen lieber auf Laptop oder Tablet, nur 17 % greifen noch zu Papier und Stift. Das darf man zuspitzen: Der gute alte Notizblock hat fast ausgedient, digitale Geräte sind längst die Norm.

Organisation: Apps schlagen Papier

Wenn es um Organisation geht, setzen die meisten klar aufs Digitale: 52 % von euch nutzen Apps, 31 % bleiben beim analogen Notizbuch, 16 % mischen beides, und 1 % organisiert sich gar nicht – Respekt für diesen Mut ins Chaos.

Das Ergebnis ist eindeutig: Termine und Aufgaben landen häufiger im Smartphone als im Printkalender. Und doch vertraut fast ein Drittel immer noch auf Stift und Papier.

Das Gesamtbild ist eindeutig: Der Uni-Alltag in Würzburg ist digital geprägt. Tablets, Apps und Smartphones bestimmen, wie wir mitschreiben, uns organisieren, lesen und kommunizieren. Das Handy hat die Kamera verdrängt, Chats sind wichtiger als Anrufe. Aber: Ganz verschwunden ist das Analoge nicht, es erlebt derzeit eine kleine Renaissance. Viele Studis berichten, dass sie sich Inhalte handschriftlich besser merken können.

Ein Notizbuch, ein gedrucktes Skript oder die Karteikarten auf dem Schreibtisch fühlen sich greifbarer an und manchmal auch weniger stressig als die ständige Bildschirmzeit. Besonders beim Freunde treffen schlägt das Analoge das Digitale haushoch – und das ist vielleicht die schönste Erkenntnis der Umfrage.

Am Ende geht es bei diesem Vergleich schließlich nicht um besser oder schlechter. Das Studium 2025 ist längst hybrid: ein bisschen Laptop, ein bisschen Papier, mal Video-Call, mal Treffen in der Mensa. Eventuell ist genau das der Schlüssel. Die Freiheit, aus beiden Welten das zu nutzen, was gerade am besten passt.